Thermografie für die Energieberatung: Warum das Wärmebild vom eigenen Dach mehr bewegt als die Tabelle
Der Sanierungsfahrplan ist fertig. Maßnahmen priorisiert, Kosten hinterlegt, Förderung durchgerechnet. Der Kunde bedankt sich — und dann passiert ein Jahr lang nichts.
Warum die Tabelle allein selten trägt
Das Papier ist richtig. Es ist nur abstrakt. Eine Zeile mit „Dachfläche, oberste Geschossdecke, Priorität 1" beschreibt etwas, das der Eigentümer noch nie gesehen hat.
Ein Wärmebild seines eigenen Hauses ist etwas anderes. Da ist der helle Streifen am First, da ist der Fleck über dem Erker. Kein Argument, sondern ein Bild, auf das er zeigen kann. Erfahrungsgemäß führt das öfter zur Entscheidung als jede weitere Rechnung — und für Sie heißt das mehr Baubegleitung statt einer Beratung, die im Ordner endet.
Ergänzung, nicht Ersatz
Viele Berater haben eine Handkamera. Die bleibt auch die richtige Wahl: für Innenaufnahmen, für den Anschluss hinter der Fußleiste, für alles, wo Sie nah heran müssen.
Was die Kamera vom Boden aus nicht sieht, ist das Dach. Gauben, Kehlen, der First, die Fassade ab dem zweiten Stock, das Flachdach über dem Anbau, das ganze Mehrfamilienhaus im Zusammenhang. Genau dort liegen die Flächen, über die am meisten verloren geht — und genau die fehlen in den meisten Bestandsaufnahmen, weil niemand mit der Hebebühne anrückt.
Die Drohne liefert diesen Teil. Alles andere bleibt bei Ihnen.
Klare Aufgabenteilung
Damit die Rollen sauber getrennt sind:
- Sie: Beratung, Innenmessung, Bewertung, Sanierungsfahrplan (iSFP) und die BEG-Dokumentation. Förmlich darf der Nachweis ohnehin nur von einem gelisteten Energieeffizienz-Experten kommen.
- Ich: die thermografischen Außen- und Dachaufnahmen per Drohne, orientiert an DIN EN ISO 6781-1. Das ist eine qualitative, orientierende Aufnahme — ich bewerte nicht und spreche keine Sanierungsempfehlung aus. Ich liefere das Bildmaterial, mit dem Sie arbeiten.
Was Sie bekommen
Radiometrische Rohdaten, die Sie in Ihrer eigenen Software weiterverarbeiten können, dazu einen PDF-Bildbericht mit lokalisierten Auffälligkeiten — Dämmungslücken, Wärmebrücken, Feuchtespuren — jeweils ohne Bewertung. Auf Wunsch als White-Label ohne ErntePilot-Branding, sodass die Unterlagen unter Ihrem Namen laufen.
Wie die Zusammenarbeit läuft
Ihre Unabhängigkeit ist der Kern Ihres Berufs, deshalb steht sie hier nicht zur Debatte. Ich schlage keine Provision vor.
Zwei Wege sind üblich. Sie empfehlen mich, ich rechne direkt mit dem Eigentümer ab, Sie bekommen nichts dafür und müssen auch nichts offenlegen. Oder Sie beauftragen mich zum Festpreis als Unterleistung, so wie Sie einen Blower-Door-Test vergeben — dann bekommen Sie den Bericht auf Wunsch in Ihrem Layout, mit Ihrem Namen nach außen. Wenn regelmäßig Objekte anfallen, lässt sich das als Rahmenvereinbarung über die Saison legen.
Das Zeitfenster ist eng
Thermografie braucht mindestens zehn Grad Unterschied zwischen innen und außen. Praktisch: Oktober bis März, morgens zwischen fünf und acht, trocken, möglichst windstill, keine Sonne auf der Fassade. Das Objekt sollte 24 Stunden durchgehend auf normaler Wohntemperatur geheizt sein.
Vor Ort dauert es eine halbe bis dreiviertel Stunde. Der Bericht ist nach drei Werktagen da, als PDF mit den lokalisierten Auffälligkeiten. Er unterscheidet, was er zeigt: Dämmungsdefekt, Wärmebrücke oder Feuchtigkeit. Ohne diese Trennung wird am falschen Ende saniert.
Wenn Sie Objekte für den Winter haben
Die Saison ist kurz und das Wetter entscheidet mit — deshalb plane ich die Termine früh. Wenn bei Ihnen Objekte anstehen, sagen Sie mir, wie viele und wo, dann halte ich Slots frei.
Und wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass Ihre Handkamera reicht: Das sagen Sie mir am Telefon, und wir haben beide zwei Minuten gut investiert.
Mehr zum Ablauf auf der Seite Gebäudethermografie.
Klingt nach Ihrem Fall?
Antwort innerhalb von 24 Stunden, persönlich von mir. Sie wissen vor dem Flug, was Sie nach dem Flug bekommen — Format, Termin, Preis.
Erreichbar Mo–Fr 08:00–16:00 Uhr, am Wochenende gerne per WhatsApp.