PV-Abnahmeinspektion: Warum Installateure Drohnenthermografie als Servicepaket anbieten können
Die Anlage ist gebaut, der Zähler läuft, die Abnahme steht an. Von unten sieht alles gut aus. Ob wirklich jedes Modul liefert, sieht man dabei nicht.
Was bei der Abnahme unsichtbar bleibt
Ein einzelnes defektes Modul drückt die Leistung eines kompletten Strings. Vom Boden aus erkennen Sie das nicht — die Anlage produziert ja. Erst der Vergleich zeigt, dass ein Teil davon still ist.
Die Wärmebildkamera macht den Unterschied sichtbar: Sie erfasst 0,1 °C Temperaturunterschied und ordnet jeden Befund einer Modul-ID zu. Typisch bei einer frisch gebauten Anlage sind Mikrorisse aus Transport oder Montage, überhitzte Zellen, defekte Bypass-Dioden und Strings, die kaum Strom liefern. Nichts davon ist von unten zu sehen.
Warum das für Sie als Installateur zählt
Eine Abnahmeinspektion ist zuerst ein Nachweis. Sie dokumentiert den Zustand der Anlage zum Zeitpunkt der Übergabe — und damit, dass sauber gebaut wurde.
Das hilft in zwei Richtungen. Kommt Ihr Kunde nach zwei Jahren mit einem Ertragsproblem, haben Sie einen Ausgangsstand, gegen den sich vergleichen lässt. Und finden sich schon bei der Abnahme Module mit Defekt, reklamieren Sie beim Hersteller, solange die Garantie unstrittig greift — nicht Jahre später, wenn die Ursache kaum noch zu klären ist.
Der Aufwand liegt nicht bei Ihnen
Sie brauchen dafür weder eigene Technik noch Personal, das Sie vom Bau abziehen. Sie melden die Anlage an, ich fliege und werte aus, Sie bekommen den fertigen Bericht.
Für Sie ist das ein Posten mit Festpreis, den Sie ins Angebot nehmen und weiterberechnen können. Die Abnahmeinspektion wird damit ein Bestandteil Ihrer Leistung — ohne dass Sie eine neue Kompetenz aufbauen müssen.
Wie es abläuft
Ein kurzes Telefonat zu Standort, Anlagengröße und Aufständerung genügt für ein Angebot. Der Flug selbst dauert bei den meisten Anlagen zwei bis vier Stunden vor Ort. Die Anlage bleibt dabei in Volllast — sie muss produzieren, damit sich Defekte thermisch abzeichnen. Es gibt also keine Ertragsausfälle durch die Prüfung.
Der Bericht liegt in der Regel zwei bis fünf Werktage später vor.
Was Ihr Kunde in die Hand bekommt
Keinen Bilderhaufen, sondern eine Befundakte: sortiert nach Schweregrad, kritisch zuerst, jeder Befund mit Modul-ID, Koordinate und Handlungsempfehlung. Dazu ein georeferenziertes Orthofoto als GeoTIFF, direkt nutzbar in QGIS oder Google Earth.
Ausgewertet wird angelehnt an DIN EN IEC 62446-3. Das ist der Maßstab, den Versicherungen und Modulhersteller als Bewertungsgrundlage kennen — ein Bericht, mit dem sich arbeiten lässt, nicht nur ein Eindruck.
Wann der richtige Zeitpunkt ist
Die aussagekräftigsten Bilder entstehen bei klarem Himmel und hoher Einstrahlung, also zwischen Mai und September. Eine Abnahme direkt nach dem Bau ist auch außerhalb dieser Zeit möglich — dann fallen Hotspots allerdings weniger deutlich aus, weil der thermische Kontrast fehlt. Bei einer Winterabnahme lohnt es sich, im Folgejahr noch einmal zu schauen.
Wenn Sie das anbieten wollen
Rufen Sie an, dann klären wir in fünf Minuten, ob es für Ihre Anlagen passt und was es je Anlage kostet. Wenn eine Drohne nicht der richtige Weg ist, sage ich Ihnen das auch.
Mehr zum Ablauf auf der Seite Solarpark-Inspektion.
Klingt nach Ihrem Fall?
Antwort innerhalb von 24 Stunden, persönlich von mir. Sie wissen vor dem Flug, was Sie nach dem Flug bekommen — Format, Termin, Preis.
Erreichbar Mo–Fr 08:00–16:00 Uhr, am Wochenende gerne per WhatsApp.